KI – was soll schon schiefgehen?
Eine Menge. Wir zeigen Ihnen 8 ausgewählte Risiken beim Einsatz von KI im Unternehmen – und was Sie konkret dagegen tun können.
KI-Compliance-Check: Wo liegen Risiken bei Ihrem KI-Einsatz?
Künstliche Intelligenz berührt Datenschutz, KI-Verordnung und Urheberrecht. Finden Sie in 4 Schritten heraus, welche ausgewählten Punkte bei Ihrem KI-Einsatz noch zu klären sind.
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// FAQ
Häufige Fragen
8 ausgewählte Risiken im Überblick
Aufgeteilt in vier Rechtsgebiete – mit konkreten Maßnahmen für Ihr Unternehmen.
AI Act & Regulierung
Einsatz eines nicht klassifizierten KI-Tools im Unternehmen, das sich als Hochrisiko-System (z. B. im HR-Bereich) herausstellt.
Ein nicht erkanntes Hochrisikosystem kann dazu führen, dass einschlägige Pflichten übersehen werden. Für entsprechende Pflichtverstöße sieht Art. 99 grundsätzlich bis zu 15 Mio. € oder 3 % des weltweiten Vorjahresumsatzes vor. Der höhere Rahmen von 35 Mio. € oder 7 % betrifft verbotene KI-Praktiken. Maßgeblich sind die konkret verletzte Pflicht, ihr Anwendungstermin und die Regeln für KMU. Aufsichtsbehörden können Maßnahmen bis hin zur Einschränkung des Betriebs anordnen.
Klassifizierung durchführen: Jedes KI-Tool vor dem Einsatz gemäß AI Act bewerten. Bei Hochrisiko-Systemen zwingend menschliche Aufsicht sicherstellen und Dokumentationspflichten erfüllen.
Fehlende Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz. Personen nutzen KI-Tools ohne passende Einweisung, Lernangebote oder Unterstützung.
Art. 4 KI-VO verlangt unterstützende Maßnahmen, aber kein garantiertes individuelles Kompetenzniveau. Aus einer fehlenden förmlichen Schulung allein folgt noch kein festgestellter Verstoß.
Aufgaben, Vorkenntnisse und Einsatzrisiken erfassen; passende Einweisungen, Lernangebote und fachliche Unterstützung einrichten und regelmäßig prüfen.
Datenschutz & DSGVO
Ein Mitarbeiter gibt personenbezogene Kundendaten (Name, E-Mail etc.) in ein öffentliches KI-Tool ein, um einen Text zu optimieren.
Je nach Dienst, Vertrag, Einstellungen und Rechtsgrundlage kann das eine Datenschutzverletzung sein; dann drohen Melde- und Informationspflichten, Bußgelder und Schadensersatzforderungen.
Tatsächlich verwendete Dienste und bisherige Eingaben prüfen. Vertrag, Einstellungen, Zweck, Rollen, Rechtsgrundlage, Schutzmaßnahmen und mögliche Transfers gemeinsam bewerten; ein AVV allein reicht nicht.
Ein neues KI-Tool zur Analyse von Bewerberdaten wird ohne Prüfung eingeführt.
Eine DSFA ist erforderlich, wenn die geplante Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für betroffene Personen mit sich bringt. KI oder Personenbezug allein entscheiden die Frage nicht; auch ein Pilot mit echten Daten kann vor Beginn prüfpflichtig sein.
Prozess etablieren: Vor Einführung jedes neuen KI-Systems, das Personendaten verarbeitet, prüfen, ob eine DSFA erforderlich ist. Ergebnis gut dokumentieren.
Geschäftsgeheimnisse & Urheberrecht
Ein Mitarbeiter gibt interne Geschäftsgeheimnisse (z. B. eine neue Produktstrategie) in eine öffentliche KI ein, um eine Präsentation zu erstellen.
Es besteht das Risiko eines Kontrollverlusts über das Geschäftsgeheimnis. Ob Daten für Training genutzt, gespeichert oder Dritten zugänglich werden, hängt von Vertrag, Einstellungen und Technik ab.
Striktes Verbot: Die Eingabe von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen in öffentliche KI-Tools in den internen Richtlinien untersagen. Sensibilisierung der Mitarbeiter.
Verwendung eines KI-generierten Bildes auf der Firmenwebseite, das wesentliche Teile eines geschützten Werkes enthält.
Urheberrechtsverletzung. Abmahnung, Unterlassungsansprüche, Schadensersatz- und Lizenzgebührenforderungen des ursprünglichen Urhebers.
Quellen prüfen: Bevorzugt KI-Tools nutzen, die mit lizenziertem Material trainiert wurden (z. B. Adobe Firefly). Nutzungsbedingungen des KI-Tools genau prüfen.
Haftung & Verträge
Ein von der KI erstellter Text oder Code enthält gravierende Falschinformationen ("Halluzinationen") und wird ungeprüft an einen Kunden weitergegeben.
Vertragsbruch gegenüber dem Kunden, Reputationsschaden, finanzielle Haftung für den entstandenen Schaden.
Menschliche Prüfung implementieren: Eine verbindliche Regel einführen, dass alle KI-generierten Inhalte vor der externen Verwendung von einem fachkundigen Menschen auf Richtigkeit geprüft werden müssen.
Einsatz eines KI-Tools im Unternehmen ohne klaren Vertrag mit dem Anbieter, der Haftung, Nutzungsrechte und Datenschutz regelt.
Im Schadensfall bleiben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit alleine auf dem Schaden sitzen, da keine vertragliche Grundlage zur Inanspruchnahme des Anbieters besteht.
"Kein Vertrag, kein Einsatz": Grundsatz etablieren, dass jedes geschäftlich genutzte KI-Tool einen sauberen Vertrag benötigt, der insbesondere Haftung und den Umgang mit Daten regelt.
Der Risiko-Kreislauf
Ohne Vorbereitung wird jedes dieser Risiken zum Dominoeffekt.
AI Act & Regulierung
2 Risiken identifiziert
Datenschutz & DSGVO
2 Risiken identifiziert
Geschäftsgeheimnisse & Urheberrecht
2 Risiken identifiziert
Haftung & Verträge
2 Risiken identifiziert
Lassen Sie es nicht darauf ankommen.
Wir helfen Ihnen, KI sicher und rechtskonform in Ihrem Unternehmen einzusetzen. Sprechen Sie uns an – bevor es teuer wird.
Rechtlicher Hinweis
Die Checks geben eine erste Orientierung anhand Ihrer Angaben und ausgewählter Kriterien. Sie prüfen weder Unterlagen noch die tatsächliche Umsetzung und ersetzen keine individuelle rechtliche Beratung. Für eine belastbare Einordnung Ihres konkreten Falls berät Sie die SiDIT legal GbR.
Stand: 10/2026
