Risiko-Check für Unternehmen

    KI – was soll schon schiefgehen?

    Eine Menge. Wir zeigen Ihnen 8 ausgewählte Risiken beim Einsatz von KI im Unternehmen – und was Sie konkret dagegen tun können.

    bis 7 %
    Bußgeldrahmen bei verbotenen KI-Praktiken
    8
    kritische Risikobereiche
    4
    Rechtsgebiete betroffen
    Früh
    vorbereiten senkt das Risiko
    4 Schritte

    KI-Compliance-Check: Wo liegen Risiken bei Ihrem KI-Einsatz?

    Künstliche Intelligenz berührt Datenschutz, KI-Verordnung und Urheberrecht. Finden Sie in 4 Schritten heraus, welche ausgewählten Punkte bei Ihrem KI-Einsatz noch zu klären sind.

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    // FAQ

    Häufige Fragen

    Die KI-Verordnung (AI Act) klassifiziert KI-Systeme nach Risiko (verboten, hochriskant, begrenztes Risiko, minimal). Hochrisiko-KI (z. B. im HR, Bildung, kritischer Infrastruktur) unterliegt strengen Anforderungen an Dokumentation, menschliche Aufsicht und Konformitätsbewertung.

    Bis zu 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes bei Einsatz verbotener KI-Praktiken. Bei Hochrisiko-Verstößen bis zu 15 Mio. € oder 3 %.

    Grundsätzlich ja, wenn der konkrete Dienst und Einsatzzweck geprüft sind. Klären Sie insbesondere Vertrag, Einstellungen, Rollen, Rechtsgrundlage, Schutzmaßnahmen und mögliche Transfers. Nach Art. 4 KI-VO sind passende Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz erforderlich; eine bestimmte Kursform oder ein garantiertes individuelles Kompetenzniveau ist nicht vorgeschrieben.

    Eine Datenschutz-Folgenabschätzung ist erforderlich, wenn die geplante Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für betroffene Personen mit sich bringt. KI, Personenbezug oder einfaches Profiling allein entscheiden die Frage nicht. Die Prüfung muss vor Beginn erfolgen und kann auch einen Pilotbetrieb mit echten Daten betreffen.

    8 ausgewählte Risiken im Überblick

    Aufgeteilt in vier Rechtsgebiete – mit konkreten Maßnahmen für Ihr Unternehmen.

    AI Act & Regulierung

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    Risiko

    Einsatz eines nicht klassifizierten KI-Tools im Unternehmen, das sich als Hochrisiko-System (z. B. im HR-Bereich) herausstellt.

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    Mögliche Folge

    Ein nicht erkanntes Hochrisikosystem kann dazu führen, dass einschlägige Pflichten übersehen werden. Für entsprechende Pflichtverstöße sieht Art. 99 grundsätzlich bis zu 15 Mio. € oder 3 % des weltweiten Vorjahresumsatzes vor. Der höhere Rahmen von 35 Mio. € oder 7 % betrifft verbotene KI-Praktiken. Maßgeblich sind die konkret verletzte Pflicht, ihr Anwendungstermin und die Regeln für KMU. Aufsichtsbehörden können Maßnahmen bis hin zur Einschränkung des Betriebs anordnen.

    ✅
    Maßnahme

    Klassifizierung durchführen: Jedes KI-Tool vor dem Einsatz gemäß AI Act bewerten. Bei Hochrisiko-Systemen zwingend menschliche Aufsicht sicherstellen und Dokumentationspflichten erfüllen.

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    Risiko

    Fehlende Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz. Personen nutzen KI-Tools ohne passende Einweisung, Lernangebote oder Unterstützung.

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    Mögliche Folge

    Art. 4 KI-VO verlangt unterstützende Maßnahmen, aber kein garantiertes individuelles Kompetenzniveau. Aus einer fehlenden förmlichen Schulung allein folgt noch kein festgestellter Verstoß.

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    Maßnahme

    Aufgaben, Vorkenntnisse und Einsatzrisiken erfassen; passende Einweisungen, Lernangebote und fachliche Unterstützung einrichten und regelmäßig prüfen.

    Datenschutz & DSGVO

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    Risiko

    Ein Mitarbeiter gibt personenbezogene Kundendaten (Name, E-Mail etc.) in ein öffentliches KI-Tool ein, um einen Text zu optimieren.

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    Mögliche Folge

    Je nach Dienst, Vertrag, Einstellungen und Rechtsgrundlage kann das eine Datenschutzverletzung sein; dann drohen Melde- und Informationspflichten, Bußgelder und Schadensersatzforderungen.

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    Maßnahme

    Tatsächlich verwendete Dienste und bisherige Eingaben prüfen. Vertrag, Einstellungen, Zweck, Rollen, Rechtsgrundlage, Schutzmaßnahmen und mögliche Transfers gemeinsam bewerten; ein AVV allein reicht nicht.

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    Risiko

    Ein neues KI-Tool zur Analyse von Bewerberdaten wird ohne Prüfung eingeführt.

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    Mögliche Folge

    Eine DSFA ist erforderlich, wenn die geplante Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für betroffene Personen mit sich bringt. KI oder Personenbezug allein entscheiden die Frage nicht; auch ein Pilot mit echten Daten kann vor Beginn prüfpflichtig sein.

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    Maßnahme

    Prozess etablieren: Vor Einführung jedes neuen KI-Systems, das Personendaten verarbeitet, prüfen, ob eine DSFA erforderlich ist. Ergebnis gut dokumentieren.

    Geschäftsgeheimnisse & Urheberrecht

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    Risiko

    Ein Mitarbeiter gibt interne Geschäftsgeheimnisse (z. B. eine neue Produktstrategie) in eine öffentliche KI ein, um eine Präsentation zu erstellen.

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    Mögliche Folge

    Es besteht das Risiko eines Kontrollverlusts über das Geschäftsgeheimnis. Ob Daten für Training genutzt, gespeichert oder Dritten zugänglich werden, hängt von Vertrag, Einstellungen und Technik ab.

    ✅
    Maßnahme

    Striktes Verbot: Die Eingabe von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen in öffentliche KI-Tools in den internen Richtlinien untersagen. Sensibilisierung der Mitarbeiter.

    🚨
    Risiko

    Verwendung eines KI-generierten Bildes auf der Firmenwebseite, das wesentliche Teile eines geschützten Werkes enthält.

    💸
    Mögliche Folge

    Urheberrechtsverletzung. Abmahnung, Unterlassungsansprüche, Schadensersatz- und Lizenzgebührenforderungen des ursprünglichen Urhebers.

    ✅
    Maßnahme

    Quellen prüfen: Bevorzugt KI-Tools nutzen, die mit lizenziertem Material trainiert wurden (z. B. Adobe Firefly). Nutzungsbedingungen des KI-Tools genau prüfen.

    Haftung & Verträge

    🚨
    Risiko

    Ein von der KI erstellter Text oder Code enthält gravierende Falschinformationen ("Halluzinationen") und wird ungeprüft an einen Kunden weitergegeben.

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    Mögliche Folge

    Vertragsbruch gegenüber dem Kunden, Reputationsschaden, finanzielle Haftung für den entstandenen Schaden.

    ✅
    Maßnahme

    Menschliche Prüfung implementieren: Eine verbindliche Regel einführen, dass alle KI-generierten Inhalte vor der externen Verwendung von einem fachkundigen Menschen auf Richtigkeit geprüft werden müssen.

    🚨
    Risiko

    Einsatz eines KI-Tools im Unternehmen ohne klaren Vertrag mit dem Anbieter, der Haftung, Nutzungsrechte und Datenschutz regelt.

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    Mögliche Folge

    Im Schadensfall bleiben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit alleine auf dem Schaden sitzen, da keine vertragliche Grundlage zur Inanspruchnahme des Anbieters besteht.

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    Maßnahme

    "Kein Vertrag, kein Einsatz": Grundsatz etablieren, dass jedes geschäftlich genutzte KI-Tool einen sauberen Vertrag benötigt, der insbesondere Haftung und den Umgang mit Daten regelt.

    Der Risiko-Kreislauf

    Ohne Vorbereitung wird jedes dieser Risiken zum Dominoeffekt.

    AI Act & Regulierung

    2 Risiken identifiziert

    Datenschutz & DSGVO

    2 Risiken identifiziert

    Geschäftsgeheimnisse & Urheberrecht

    2 Risiken identifiziert

    Haftung & Verträge

    2 Risiken identifiziert

    Lassen Sie es nicht darauf ankommen.

    Wir helfen Ihnen, KI sicher und rechtskonform in Ihrem Unternehmen einzusetzen. Sprechen Sie uns an – bevor es teuer wird.

    Rechtlicher Hinweis

    Die Checks geben eine erste Orientierung anhand Ihrer Angaben und ausgewählter Kriterien. Sie prüfen weder Unterlagen noch die tatsächliche Umsetzung und ersetzen keine individuelle rechtliche Beratung. Für eine belastbare Einordnung Ihres konkreten Falls berät Sie die SiDIT legal GbR.

    Stand: 10/2026